HiER PASSiERT WAS
Die Paul-Gerhardt-Kirche Altona ist eine Kirchengemeinde im Aufbruch – vieles verändert sich, neue Wege werden gesucht und betreten, Kooperationen mit den verschiedenen Einrichtungen vor Ort eingegangen. Die Paul-Gerhardt-Kirche Altona will Kirche für den Stadtteil sein.
Die Grundideen und Leitgedanken des Kirchengemeinderates finden Sie in dem unten stehenden Konzept der Kirchengemeinde.
Unsere Paul-Gerhardt-Kirche am Bahrenfelder Steindamm ist eine offene Kirche.
Sie ist ein Ort der Gemeinde für geistliche Begegnung, der Suche nach Gott, der Kommunikation und eine Oase für den Stadtteil.
“Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken!”
(Matthäus 11,28)

GOTTESDiENST

Dreh- und Angelpunkt des gemeindlichen Lebens ist der Gottesdienst.
Die Liturgie der Gemeinde ist ausgerichtet auf einen Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne.
Die Atmosphäre des sich Wohlfühlens in der Gemeinschaft und in den Räumen steht in Verbindung mit einer anspruchsvollen Theologie in Wort und Musik.
Unsere Grundlage ist die Orientierung am Evangelium mit der Infragestellung bisheriger Erlebenswelten und der Entwicklungsmöglichkeit von erfahrungsbezogenen Glaubensperspektiven, offen in der Möglichkeit der Auseinandersetzung über Glaubensinhalte, Werte und Lebensentwürfe.
Die Gottesdienstformen variieren. In unserem bestehenden Konzept findet sich der Hauptgottesdienst am Sonntag um 10.00 Uhr mit der seit 2005 entwickelten Liturgie, die auf dem Evangelischen Gottesdienstbuch basiert. Einmal im Monat feiert die Gemeinde statt um 10.00 Uhr die Familienkirche um 10.30 Uhr und einen Abendgottesdienst um 18.00 Uhr mit einer besonderen Liturgie, die an die Liturgie der schottischen Iona-Kommunität angelehnt ist.
Zukünftig wollen wir den Bereich der Familien-, der Jugend- und Kindergottesdienste stärken.

SPIRITUALITÄT

Der evangelische Gedanke findet sich wieder in der Entwicklung einer “demokratischen Spiritualität”, traditionell verbindet sich damit das “Priestertum aller Gläubigen” bzw. Getauften.
Wir heißen alle Menschen herzlich willkommen, die auf der Suche nach geistlicher Orientierung und spirituellem Ausdruck sind. Eine offene Kirche ist ein Ort der Begegnung und ein Ausdruck dieser Haltung.
Die Kirche ist ein Raum, in der Menschen eine neue Erfahrung machen können. Die Uhren schlagen hier langsamer und Werte bekommen eine andere Bedeutung: Ich muss nichts leisten, um angesehen zu werden. Ich bekomme Nahrung für Leib und Seele.
Ich werde so angenommen wie ich bin, in meiner Unvollkommenheit. Ich erlebe mich als Teil einer Gemeinschaft.
Wir entwickeln weitere Formen und Möglichkeiten der Ansprache an Suchende, damit diese Sätze im Alltag erlebbar werden.
Wir möchten in die Kirche einen Quellstein setzen. Dieser Stein steht für das Evangelium: _ “Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken!” (Mt 11,28).-
Der Quellstein symbolisiert: An diesem Ort, in dieser Gemeinde, durch Gott getragen, können Menschen die Erfahrung von einer “Wellness mit Tiefgang” machen. Darunter verstehen wir jene tiefe Erfrischung und Bestärkung, die das lebendige Wasser des Glaubens den heute nach Gott suchenden und tastenden Menschen zu geben vermag.

KIRCHENMUSIK

Traditionell gibt es den zentralen Zweiklang von Wort und Musik im evangelisch-lutherischen Gottesdienst.

Wir folgen der Tradition und erweitern sie: Unsere Kirchenmusik spannt den Bogen zwischen geistlicher und weltlicher Musik – zwischen altem und neuem musikalischem Weltbild.

Unsere Kirchenmusik ist unserer Gemeinde ein zentrales Anliegen und bildet einen Schwerpunkt in unserem Gemeindeleben und in der Ansprache an Suchende.

Sie zeigt sich durch die Chorarbeit und in den konzertanten Aufführungen in unserer Kirche.

Wir kooperieren in der Kirchenmusik bereits mit der Paulusgemeinde Altona und suchen darüber hinaus neue Formen der Kooperation im Stadtteil.

STADTTEILARBEIT

In der Architektur der Paul-Gerhardt-Kirche wurde dem Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne in der Kunst und in der Liturgie der Raumes Ausdruck gegeben.

Die platzbildende Lage des Gemeindezentrums und der Kirche lädt ein zum Verweilen, zur geistlichen Begegnung, zur Entschleunigung des Alltäglichen.

Hier können Menschen erleben und erwarten, ihren Alltagsvollzug mit neuen Erfahrungen zu füllen und Ruhe zu finden.

Dies soll sich in einer ansprechenden und einladenden Gestaltung des Kirchenvorplatzes mit einer geöffneten Kirche und einladendem Eingangsbereich verwirklichen.

Der gesamte Gebäudekomplex mit seiner Außenanlage kann den Charakter einer Oase erhalten, mit einer liebevollen Gestaltung für verschiedene Altergruppen. Außen- und Innenbereich soll den Gedanken einer offenen Kirche für den Stadtteil verkörpern.

Unsere Räume stellen wir gegen ein Nutzungsentgeld zur Verfügung.

KINDER UND JUGEND

Die Kinder- und Jugendarbeit ist ein zentrales Tätigkeitsfeld unserer Gemeinde.

Wir möchten als offene Kirche ein Treffpunkt für Kinder und Jugendliche im Stadtteil sein.

Kinder und Jugendliche können in unseren Räumen die Erfahrung machen:
Sie sind willkommen.
Sie können vom Alltag pausieren.
Sie erfahren auf altersgemäße Weise Entspannung und Gemeinschaft.
Sie finden, wenn sie möchten, geistliche Begegnung, seelsorgerliche Begleitung und religiös-spirituelle Orientierung.

Wir bauen in unserer Kinder- und Jugendarbeit auf die Zusammenarbeit und Kooperation mit anderen Einrichtungen und Institutionen.

BEWAHRUNG DER SCHÖPFUNG

Der ökumenische Gedanke der Bewahrung der Schöpfung, insbesondere des Klima- und Umweltschutzes, ist uns ein Grundanliegen bei der Planung, Durchführung und Gestaltung dieses Konzeptes.

An ihm richten wir uns bei der Sanierung und Bewirtschaftung unserer Gebäude aus.

Er spiegelt sich in einem intelligenten Raumkonzept, das den nachhaltigen Nutzungsmöglichkeiten und den Einsatz von Ressourcen Rechnung trägt.

bq. Hier ist unser Hoffnung Port,
Schauet welch ein schöner Ort,
Wie die Hügel, Berg und Tal
Seind gezieret überall!
(Paul Gerhardt)

Der Kirchengemeinderat, 15.7.08

verfasst von Uwe-Karsten Neubauer 08.04.2015

Schön, dass Sie da sind!

Seit nun mehr fast zwei Jahren ist die Paul-Gerhardt-Kirche dienstags von 16:00 bis 18:00 Uhr für alle, die möchten, geöff net. Wir, das „Off ene Kirche“-Team, bestehend aus 6 Leuten, freuen uns auf jeden Besucher und jede Besucherin. Sicherlich ist es interessanter, eine alte Kirche zu besuchen, die uns viele Geschichten und Geschichte erzählen kann, aber auch die Paul-Gerhardt-Kirche kann nun schon auf 60 Jahre zurück schauen. Die Schönheit entdeckt man erst auf den zweiten Blick. Da sind zuallererst einmal die Fenster, die wie ein Band um die Kirche geschlungen erscheinen. An der Nordseite wird aus der Schöpfungsgeschichte erzählt, während die Südseite Szenen der Off enbarung des Johannes darstellt. Aber auch ohne zu wissen, was zu sehen ist, haben die Fenster ihren besonderen Reiz: Am Nachmittag, wenn sich die Sonne nach Westen neigt, dringt das Licht durch das halbdurchlässige Glas und taucht das Kirchenschiff in ein warmes Licht. Wenn ich meinen Dienst während der „Offenen Kirche“ versehe, habe ich es mir angewöhnt einige Kerzen anzuzünden, zum Beispiel am Lichterbaum, nur die Altarbeleuchtung anzuschalten und das Deckenlicht auszulassen. Musik läuft dann über einen CD-Player – zum Beispiel Orgelmusik oder Lieder von Paul Gerhardt. Da kann ich abschalten und über Gott und die Welt nachdenken. Eine Präsentation mittels PC erzählt die Geschichte der Kirche, und wir erfahren manche interessanten Hintergründe. Vor dem Eingang der Kirche steht ein gedeckter Tisch, als Einladung einzutreten. Ein Flyer, der vom Team erarbeitet wurde, liegt auch aus, der die Präsentation unterstützt. Wir machen uns auch Gedanken darüber, wie das Interesse gesteigert werden kann, in das Gotteshaus zu kommen. Seit einer Woche stehen große Tafeln auf den Stufen der Kirche, die es leichter machen sollen, einzutreten. Es ist immer eine Freude, wenn jemand kommt, manchmal kommt es dann zum Gespräch, auch bei einer Tasse Kaff ee. Kurzweilig war für mich der erste Einsatz während der „Off enen Kirche“: die Kinder des Kinderladens „Wilde 13“ spielten bei sonnigem Wetter auf dem Kirchenvorplatz; einige der Kinder waren neugierig und kamen in den Kirchenraum. Anfangs noch zurückhaltend erzählten sie mir dann, was sie über Kirche im Allgemeinen wussten, stellten Fragen und berichteten über ihre Erlebnisse mit der Kirche. Ein Mädchen verriet mir, dass sie einen der heiligen drei Könige im Krippenspiel darstellte. Ein Junge war ganz angetan von den großen Kirchenfesten, aber am tollsten fand er das „Laternelaufen“. Auch wenn die Besucher mal spärlich sind, ist das kein Problem für mich. Ich habe dann Zeit, diesen großen Raum auf mich wirken zu lassen. Vor allem dann, wenn – wie oben beschrieben – das Licht der Sonne durch die Fenster dringt. Den Straßenlärm nicht mehr wahrnehmend, kann ich dann entspannen und über Alles und Nichts nachsinnen. – Es lohnt auch mal, den Raum der Stille aufzusuchen, der sich unter dem Altarraum befi ndet. Dort könnte man fast meinen, man befände sich auf einem Schiff und das Licht, dass durch diese Fenster dringt, tut auch seine Wirkung. Kiek mol wedder in!
Uwe-Karsten Neubauer

verfasst von Uwe-Karsten Neubauer 4.03.2015

Was Paul & Gerhardt so haben

Was Paul 6 Gerhardt so haben???

Vielleicht haben Sie es noch gar nicht bemerkt, aber seit einigen Monaten steht am linken Eingang der Kirche zum Gemeindesaal eine Tauschbox. Hier können Dinge abgestellt werden, die noch funktionstüchtig sind, die Sie aber nicht mehr brauchen. Umgekehrt kann man auch Sachen finden, die schon immer gesucht wurden. Ein gutes Buch vielleicht. oder eine Kaffeetasse ihres Kaffeeservices, die ihnen heruntergefallen und kaputt ist, mit etwas Glück findet sich dort ein Ersatzteil. Das Tolle daran ist, es kosten Sie keinen Cent, sie schonen unsere Umwelt und helfen Ressourcen zu sparen und somit die Schöpfung zu bewahren.
Ich wünschen Ihnen auf jeden Fall viel Spaß und Glück beim stöbern! – Verbinden Sie das doch einfach mal mit einem Besuch unserer schönen Kirche, die ab heute (jeden Dienstag von 16:00 bis 18:00 Uhr) für Sie geöffnet ist. Die Tür ist offen und wir freuen uns auf Ihren Besuch. Für Fragen zur Kirche und der Gemeinde finden sie einen Ansprechpartner in der Kirche. Schön wenn Sie diese Angebote interessieren, treten sie ein!